Eine Frau mit Ausschlag im Gesicht zu einer anderen, die in der Kassenschlange von ihr abrückt: „Das ist nicht ansteckend!“
Darauf die andere: „Das hat man von Krebs auch immer behauptet“
22. Januar 2013
Eine Frau mit Ausschlag im Gesicht zu einer anderen, die in der Kassenschlange von ihr abrückt: „Das ist nicht ansteckend!“
Darauf die andere: „Das hat man von Krebs auch immer behauptet“
22. Januar 2013
21. Januar 2013
Ob es den Anbietern auf dem Versicherungs-, Gas- und Strommarkt gut bekommen wird, mit ihren Wechselprämien explizit die Illoyalität ihrer Kunden zu belohnen, wage ich zu bezweifeln
20. Januar 2013
Das Zentrum als eine Verdichtung von Peripherien verstehen, also als Fiktion, als uneigentlichen Ort
20. Januar 2013
C. verfügt über einen Bohrhammer, mit dessen Hilfe er problemlos als Teil einer Gentrifizierungsavantgarde Regale im Plattenbau andübeln könnte – hat aber keinerlei Absichten in dieser Richtung
20. Januar 2013
„Ist das Haus gebaut, kommt der Tod“
— Bemerkenswert pessimistisches Türkisches Sprichwort
20. Januar 2013
Spitzeneinkommen werden auf drei Arten gerechtfertigt, von denen mindestens zwei fragwürdig erscheinen: 1) Die Aufgabe des Spitzenverdieners ist mit enormer Verantwortung verbunden. Gegenargument: der Schulbusfahrer. 2) Der Spitzenverdiener geht mit enormen Geldsummen um. Gegenargument: der Gabelstaplerfahrer in der Bundesdruckerei. 3) Der Spitzenverdiener ginge zur Konkurrenz, wenn man ihm den Spitzenverdienst verweigere. Gegenfrage: Wäre das so schlimm?
18. Januar 2013
Heißt „Auf der Alm – da gibts koa Sünd“, dass es auf der Alm all das nicht gibt, was man hier unten Sünde nennt? Oder heißt es, dass auf der Alm, was auch immer geschieht, einfach nicht in die Kategorie dessen fällt (fallen kann), was wir als Sünde bezeichnen und sich somit vollkommen unseren talhockerischen, flachlandigen Wertungen entzieht?
16. Januar 2013
„Man müsste sich verlangsamen und nachdenklicher werden, um dem Denken Zeit zu geben, mit Kommunikation und Bewusstsein Schritt zu halten. Damit würde sich unsere jeweilige Gegenwart von der Sorge um die Zukunft und um eine angemessen erinnerte Vergangenheit befreien und wir gewännen Zeit für etwas anderes“
— Dirk Baecker, in „Vom Nutzen ungelöster Probleme“
16. Januar 2013
„Die Freiheit als solche gibt es ja nicht, es sei denn als Wahl der nächsten Abhängigkeit“
— Dirk Baecker, in „Vom Nutzen ungelöster Probleme“
16. Januar 2013
Hallodri-Yoga [TM]
15. Januar 2013
14. Januar 2013
„To go over the fiscal cliff“ kommt mir als Sprachbild merkwürdig vor. Klippen sind Felsen, die aus dem Wasser ragen. Eher selten fällt jemand vom Kliff – wie sollte er auch hoch gekommen sein. Wesentlich häufiger kollidiert ein Schiff damit. Diese metaphorische Ungenauigkeit erinnert mich an eine andere aus dem Bereich der Finanzpolitik: an das Wort vom „Rettungsschirm“. Er kann vom Piloten hoffentlich nach dessen Ausstieg aus dem abstürzenden Flugzeug noch rechtzeitig geöffnet werden. In diesem Zusammenhang mag es für die Passagiere der Machine zwar eine tröstliche Vorstellung sein, im freien Fall noch „darunter zu schlüpfen“, aber eine wenig erfolgversprechende – es sei denn, man begnügt sich damit, bei Regen trocken aufzuschlagen
11. Januar 2013
Ich bin Elektrosmog-Agnostiker
10. Januar 2013
To curate your identity
30. Dezember 2012
Zirkuläre Rhythmen machen das Vergehen von Zeit erträglicher. Sie bilden einen Bannkreis gegen die Unwiederbringlichkeit jedes einzelnen gelebten Augenblicks
28. Dezember 2012
Fine Art – Die feine Art
28. Dezember 2012
Wie die für einen Moment in der Luft wie eingefroren stehenden Splitter der gerade geborstenen Windschutzscheibe im Licht der Scheinwerfer der Entgegenkommenden, noch bevor der Schall des Aufpralls meine Ohren erreicht
24. Dezember 2012
Die F.A.Z. bestätigt wieder einmal meinen Verdacht, dass Zahlen für Journalisten interessanterweise eine rein atmosphärische Größe darstellen: der Wirtschaftsteil der Sonntagsausgabe beziffert den US-amerikanischen Waffenmarkt je nach Quelle auf fünf bis zwölf Milliarden Dollar Umsatz, wo hingegen die heutige Montagsausgabe ohne Quellenangabe den selben Markt einfach mal mit 35 Milliarden Dollar taxiert
23. Dezember 2012
AD – Architectural Digest in der Kurzkritik:
Von der Wohn- zur Wahnkultur