Pünktlichkeit? – soviel Punk muss sein.
— Ahne, bei der Zitty Leselounge letzten Sommer
28. September 2011
Pünktlichkeit? – soviel Punk muss sein.
— Ahne, bei der Zitty Leselounge letzten Sommer
23. September 2011
Autoenthusiasmierte Menschen– autark in Bezug auf die Anerkennung anderer, da von Selbstbegeisterung vollkommen durchdrungen
22. September 2011
Mein Problem: Leute kommen leicht rein, ich kriege sie aber nur schwer wieder raus.
30. August 2011
Das jeweilige Ausbalancieren von Kunstweltanteil und Lebensweltanteil in gestalterischen Werken: Die Vorstellung, das aufregendste Gleichgewicht wäre in einer übertragenen Vorstellung das Balancieren des Balles, der das Werk ist, auf dem höchsten Punkt der imaginären Gausschen Glockenkurve – jederzeit bereit, sich in die eine oder andere Richtigung hangabwärts rollend entweder der Kunst oder aber dem Leben mit Wucht in die Arme zu werfen
28. August 2011
Warum sehen eigentlich all die Männer, die in den Feinkostläden in den kleinen und großen Straßen in den kleinen und großen Städten an den zu Tischen umfunktionierten Weinfässern stehen und an ihren Gläsern nippen, aus wie Franjo Pooth – ja warum eigentlich?
28. August 2011
Es gibt die seltsam verbreitete Grundunterstellung, Menschen würden bestimmte Dinge nur tun, um einem angenommenen gesellschaftlichen Druck zu entsprechen. Aus dieser Unterstellungslogik ergibt sich fast zwangsläufig, dass ein Mensch, der sich z. B. durch chirurgische Eingriffe äußerlich verändern lässt, dies nur tut, um einem medial propagiertem Schönheitsideal zu entsprechen. Es scheint den Unterstellenden nicht möglich zu sein, Gründe von Menschen auch als in ihnen selbst liegend und ihnen selbst genügend zu denken. Dass es tatsächlich möglich sein könnte, dass jemand eine bestimmte Körperpartie als in ihrer Form fremdartig und nicht zum eigenen Körper gehörig empfindet, wird nicht für möglich gehalten. Seltsam
27. August 2011
Der eine, der sich über die Karte beugt, um den richtigen Weg finden und der andere, der das Fenster herunterlässt und den Nächstbesten nach eben diesem Weg fragt. In der Geste wird die Differenz deutlich: Vertrauen auf’s Modell / Vertrauen zur Welt
22. August 2011
Robert Downie Jr. ist ein Phänomen: er hat in den meisten Filmen die mimische Präsenz eines Lichtdoubles. Der eigentlich gebuchte Darsteller trifft aus unerfindlichen Gründen nie am Set ein, so dass die Szenen mit Downie Jr. den Weg in den fertigen Film finden.
21. August 2011
Eines meiner Lieblingsgeräusche ist das Läuten von Kirchenglocken. Ein anderes ist das Geräusch der unter unserem Wohnungsfenster auf dem Weg zu ihrem Sportunterricht im Freien gehenden und hüpfenden und vielstimmig schnatternden Schulkinder. Ein anderes ist das Geräusch der Mechanik, die am Ende der Rille den Tonarm von der Platte hebt (und das Geräusch der Nadel in dem Moment, als sie aus der Rille gehoben wird und verstummt). Ein anderes ist das Geräusch von fallendem Regen. Ein anderes ist das Geräusch eines offenes Feuers. Ein anderes ist das Geräusch von Laubbäumen im Wind. Ein anderes ist das Geräusch, das beim ersten Öffnen eines neuen Glases Nutella entsteht, wenn durch den sich hebenden Deckel der entstehende Unterdruck die Goldfolie, die sich über die Öffnung des Glases spannt, leicht knisternd angehoben wird.
16. August 2011
Es gibt wenige schauspielerische Gesten, die mir mehr Unbehagen bereiten, als schlecht gespielte Schwerelosigkeit; vielleicht noch falsches Gähnen; oder Küssen mit hochgezogener Schulter, um mit der hohen Schulter den Blick der Kamera auf die Lippen zu verdecken
11. August 2011
Das ist meine revolutionäre Gesinnung