Die Bibliothek als Ort menschlichen Miteinanders unter Ausschluss von verbaler Kommunikation – hin zu einem reinen Präsenz-Ort der Blicke, des Raschelns und der vielfüßigen Stille
30. Oktober 2012
30. Oktober 2012
Die Bibliothek als Ort menschlichen Miteinanders unter Ausschluss von verbaler Kommunikation – hin zu einem reinen Präsenz-Ort der Blicke, des Raschelns und der vielfüßigen Stille
25. Oktober 2012
Gerade wird die Erinnerung an meinen ersten, wohl weit über 20 Jahre zurückliegenden Doppelklick durch Finger, Mittelhand, Handgelenk, Elle und Speiche, Ellenbogen, Oberarm, Schulter und Hals in meinen Kopf transportiert und lässt mich kurz innehalten
25. Oktober 2012
Als hinzueilender Passant unmittelbar nach dem Auto-gegen-Fahrrad-Unfall die 112 gewählt und nach der Rückfrage des Leitstellenmitarbeiters, ob Betriebsmittel aus dem beteiligten Auto auslaufen, gedacht, dass die Frage, ob Betriebsmittel aus dem beteiligten Fahrradfahrer auslaufen, auch nicht ganz unwichtig gewesen wäre
18. Oktober 2012
Ein Tonsur-Toupé für Männer mit vollem Haar, um in geschäftlichen Zusammenhängen ernster genommen zu werden
8. Oktober 2012
Es gibt bei uns in der Küche eine Drosophila, die abends ganz gerne zum Fernsehen ins Wohnzimmer kommt
7. Oktober 2012
Mir fällt gerade auf, dass ich noch nie eine pfeiferauchende Frau gesehen habe
7. Oktober 2012
Dieser nicht enden wollende Strom von depperten Billodigifotos mit ihren kippenden Farbgängen und kissenförmigen Verzeichnungen und die immer selben depperten Motive
21. September 2012
Selten, sehr selten, trinken Koffeinfreier auch mal Koffeinfreien
12. September 2012
Ich hasse modale Dialoge beim Frühstück
30. August 2012
Inverse Bewegungsmelder, die in pseudo-öffentlichen Räumen die Personen identifizieren, die aus dem Strom der Kaufwilligen ausscheren, stehen bleiben, keine Kaufabsichten hegen und gegen diese Personen umgehend Platzverweise aussprechen
20. August 2012
Das Blinzeln der Sonne durch die Blätter der Buche am Wasser an einem Sommertag im August, von dem ich will, dass er nie endet
17. August 2012
Die Gentrifizierungsauslöser sind immer die ersten Opfer der selben
17. August 2012
Extrablatt! Extrablatt! Extrablatt!
17. August 2012
Je mehr Zeit ich habe, desto schneller komme ich ans Ziel
16. August 2012
Film kann deswegen so beglückend sein, weil er die Illusion sinnvoll organisierter Zeit erzeugt und keine Interaktion erwartet – ja sie gar nicht zulässt
16. August 2012
In der schnell erkalteten Asche des gerade noch heiß lodernden Erkenntnisstrohfeuers stochern und dabei die Decke alter Glaubenssätze enger um die Schultern ziehen
15. August 2012
Die Welt als permanente Erschütterung des eigenen Weltbildes
4. August 2012
Manche spielen ihren Kindern Mozart vor, andere schalten den Staubsauger an, um sie zu beruhigen. Ich frage mich, ob das Auswirkungen auf die mögliche Reinkarnation hat
22. Juli 2012
Die gefühlte Entwertung von in Listen erfassten Dingen; das Gefühl einer sich stetig weiter beschleunigenden und ausbreitenden Erfassung von immer mehr Dingen, Objekten, Ideen, Artefakten, Identitäten in Listen; das Gefühl des Übergangs ins Rauschen; das Gefühl einer neuen Qualität dieses Rauschens: ein Fluss rauscht und sein Glucksen bezieht sich auf die eigene Bedeutungslosigkeit und seine reine Existenz – während das neue Rauschen der Streams uns viel eher von unserer eigenen Bedeutungslosigkeit und unserer existenziellen Transformation in Listenformen erzählt
22. Juli 2012
Bücher als freundliche Raumsonden, die Nachrichten aus den Tiefen der Referenzialität zu uns zurück funken, ohne dass wir sie persönlich losgeschickt hatten